Vom Feuerwehrmann zum Rechtsanwalt

Es ist immer noch interessant Kinder nach ihrem Berufswunsch zu fragen. Im Kindergartenalter wollen die meisten Jungs nach wie vor Feuerwehrmann oder Baggerfahrer werden, während viele Mädchen Kindergärtnerinnen oder Ballerina werden wollen. Das war vor zwanzig Jahren so und wird wahrscheinlich auch noch in einiger Zukunft zu sein. Fragt man die Kinder dann ein paar Jahre später noch einmal nach ihrem Berufswunsch werden die meisten den Beruf der Eltern nennen, da dieser am nächsten liegt.

Warum nennen Kinder im Kindergartenalter nicht Berufe wie Rechtsanwalt oder Arzt? Wahrscheinlich weil sie damit noch nicht viel anfangen können. Mit einem Rechtsanwalt haben Kinder nichts zu tun und vor dem Arzt haben manche Kinder Angst, weil er ihnen Spritzen gibt. Das ändert sich dann wenn die Kinder etwas älter sind und mehr von ihrer Umgebung mitbekommen und einordnen können. Und dann möchten sie so sein wie ihre Eltern. Die Eltern sind Vorbilder und man möchte unbedingt so sein wie sie. Geht es dann tatsächlich immer mehr in Richtung Berufswahl, entscheiden sich die Jugendlichen nicht mehr für einen Beruf, nur weil die Eltern diesen erlernt haben, sondern vielmehr soll der Job Spaß machen, nicht zu anstrengend sein und noch dazu ordentlich Kohle abwerfen. Um bestimmte Berufe erlernen zu können, müssen auch die Schulnoten stimmen. Mit den passenden Vorraussetzungen kann es also nach der Schule los gehen. Plötzlich sind auch Berufe wie Rechtsanwalt, Arzt oder Softwareentwickler in der Auswahl.

Berufswahl Rechtsanwalt?

Berufswahl Rechtsanwalt?

Allerdings ist es längst nicht so, dass man später auch mal in dem Beruf arbeitet den man gelernt hat. Meistens geht es in der Ausbildung, egal ob es sich um ein Studium oder eine betriebliche Ausbildung handelt, darum Grundlagen zu lernen. Eigenständiges Arbeiten, also sich selbst Zusammenhänge zu erarbeiten und selbst auf Grundlage von Fakten Entscheidungen treffen zu können, ist ein wesentlicher Bestandteil. Nicht umsonst hat sich der Spruch “Lehrjahre sind keine Herrenjahre” im Volksmund etabliert.

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